Erfahrungsbericht: Wie schreibe ich einen Quest?

WARNUNG: Das Erstellen von Quests kann süchtig machen!

Spaß bei Seite, ich habe festgestellt, dass ich bei allen selbst geschriebenen Quests die Orte bei Street View so genau unter die Lupe genommen habe, dass ich im Urlaub wahrscheinlich felsenfest davon überzeugt wäre, dort schon einmal gewesen zu sein. Außerdem schweife ich gerne ab und schaue mir alle möglichen Details an. Es gibt ja so viel zu entdecken. Zusammenfassung in Bildern

"Am Anfang ist die Idee"

Es kam schon mehrmals vor, dass ich im Internet einen Artikel über einen neuen tollen Ort bei Street View, wie beispielsweise das CERN, gelesen habe. Dann ist es ja ganz leicht einen Quest an diesem Ort zu schreiben. Aber:
Was mache ich, wenn ich keine Idee für einen spannenden Ort habe?
Das ist ein häufiges Problem. Man möchte endlich einmal einen eigenen guten Quest schreiben, doch fällt einem einfach kein cooler Ort ein. Ich lasse mich inspirieren. Meistens zoome ich auf der Weltkarte ganz hinaus und setze den orangen Pegman irgendwo ab. Das kann machmal ganz spannende Ergebnisse liefern. Muss es aber nicht. Also verrate ich hier mal noch meine Lieblingsinspirationsquelle: Google Maps | Views. Dort habe ich zum Beispiel die Idee für die Galapagosinseln her. Ein Nutzer von Mapcaching.de hat mir später zu dem Quest geschrieben: "Ich stand bei meinem Urlaub im letzten Jahr genau an dieser Stelle am Strand auf Santa Cruz. Was für mich neu war, dass Street View nicht nur Straßenzüge abbildet, sondern auch in Gebäude geht. Ich durfte damals jedenfalls nicht in die Forschungsstation rein :-))" Und genau das ist genial an Mapcaching! An Orte kommen, die man sonst nie gesehen hätte. Das macht Lust auf mehr!
Preview
Inzwischen gibt es bei Street View mehr als 50 Länder auf 7 Kontinenten mit über 5 Millionen erfassten Kilometern. Es sollte also für jeden Geschmack jede Menge dabei sein.
Es warten Naturwunder, ferne Orte, Museen, Sportstadien und Millionen Straßenkilometer
Für gute neue Anlaufpunkte lohnt sich auch ein Blick auf Mapcrunch. Man muss dort nur darauf achten, dass auch die weitere Umgebung um die gezeigten Punkte interessant genug ist. Aber zur Not kann man sich bei Mapcaching ja auch noch beamen.
Ein letzter Tipp: Die eigene Heimat oder besuchte Urlaubsorte sind gute Kandidaten für einen Quest. Das habe ich bei den Ausgrabungen von Pompeji festgestellt.

Wo geht's los?

PreviewDer Startpunkt soll ja festgelegt sein. Also brauche ich davon genaue Koordinaten. Beim Verstecken kann ich zwar ganz genau den blauen Startmarker auf eine Position ziehen, doch ehrlich gesagt ist mir das Fenster manchmal zu klein.
Dann klicke ich unten links auf "Region in Google Maps anzeigen". Dort kann ich mir prima im Splitscreen die Wegführug für das Quest überlegen. Um die Koordinaten für den Startpunkt zu bekommen, klicke ich rechts auf die Karte und wähle "Was ist hier?". Dann kann ich gemütlich oben die Koordinaten rauskopieren. Wer lieber auf der Seite von Mapcaching bleibt, braucht das alles nicht. Hier werden die aktuellen Koordinaten immer direkt oben eingeblendet. Prinzipiell schreibe ich mein Quest immer in Word oder einem anderen Schreibprogramm. Dann habe ich eine lokale Sicherung und kann von dort später problemlos alles bei Mapcaching reinkopieren.
Exakte Koordinaten mit "loc:"
PreviewBeim Kopieren ist mir aufgefallen, dass Google zu den Koordinaten immer die nächste Adresse sucht und dort hin springt. Das sieht man an dem Unterschied zwischen dem grünen Marker an der exakten Position und dem roten Marker an der nächsten Adresse. Weiter in der Pampa wird das noch unterschiedlicher. Dafür habe ich aber eine gute und einfache Lösung gefunden. Wenn ich "loc:" vor die Koordinaten schreibe, dann komme ich ganz genau an die gewünschte Position.

Rätsel und Story sind das Salz in der Suppe

Ab diesem Punkt kann man sich supergut kreativ austoben. Knackige Rätsel, ortsbezogene Informationen, Such- und Beobachtungsaufgaben oder einfach eine klasse Story machen dein Quest zu einem ganz besonderen Genuss. Dabei ist es nicht wichtig, wie lange und wie schwer das Quest wird. Jede Kategorie hat ihre Fans. Es lohnt sich auf jeden Fall mit einer einfacheren und kürzernen Tour anzufangen und sich dann zu steigern. Wichtig ist, dass die Beschreibung eindeutig ist. Ich musste mich daran gewöhnen, immer möglichst idiotensichere Beschreibungen zu verfassen. Es war immer bedeutend schwieriger die Rätsel und Wegführung nachzuvollziehen, als ich dachte. Aber man lernt ja dazu.
Fortsetzungsgeschichten
Mit Fortsetzungsgeschichten kann man sich das Leben einfacher machen. Manchmal habe ich so viele Ideen zu einem Ort, dass mir beim Schreiben fast die Puste ausgeht. Daher mache ich inzwischen lieber kleinere Häppchen, wie beim Quest in Pompeji. Preview

Schöne Trophäen zaubern

Wenn am Ende das Quest geschrieben ist, steht das Erstellen einer passenden Trophäe (Badge) an. Dafür habe ich ein einfaches und kostenloses Programm namens Fotowall gefunden. Damit schaffe ich im Handumdrehen sehr ansehliche Resultate. Es gibt sicherlich noch viele andere gute Programme. Da soll jeder nehmen, womit er am produktivsten ist - und wenn es Paint ist ;-) Hier stelle ich kurz meinen Workflow vor:
Zuerst sammele ich Bilder zu meinem Quest aus freien Quellen wie http://commons.wikimedia.org/ oder http://www.flickr.com/search/advanced/ (Haken bei Creative Commons setzen).
Dann packe ich Bilder und Text in Fotowall auf eine Seite, die ich 21,00 auf 29,70cm angelegt habe (DIN-A4 Format). Erst speichere ich es normal ab und dann drücke ich auf "Drucken" und wähle dann "Bild". So komme ich zum Bildexport. Jetzt noch einen Dateinamen angeben und fertig. Oft produziere ich 980 Pixel breite Bilder, denn diese Breite passt optimal bei Mapcaching auf die Seite mit den Trophäen.

Finale: Quest einreichen

Um mein neues Meisterwerk einzureichen, klicke ich auf Verstecken und tippe zuerst einen attraktiven und aussagekräftigen Questnamen ein. Die Leute sollen schließlich Lust haben, mein Quest zu spielen. Der Vorschautext kommt in die Kurzbeschreibung. Anschließend gebe ich die restlichen Questangaben (Schwierigkeit, Dauer,...) ein. Meine Startkoordinaten gebe ich mit dem "loc:" davor ein. Dann auf "Startpunkt festlegen" klicken. Unten in der Karte kann ich den Startpunkt noch kontrollieren und verschieben.
Meinen Questtext kopiere ich danach schnell von Word rein und gliedere ihn mit Absätzen, damit man ihn besser lesen kann. Variablen schreibe ich fett. Wenn ich das Badge mit einem Glückwunschtext hochgeladen habe, schließe ich mit "Quest einreichen..." ab und kann mich entspannt zurücklehnen. Nach einem Review lässt sich dann beobachten, wie schnell sich Fans für das neue Quest finden :-)
Tipp: Speichern des Quests in einer extra Worddatei nicht vergessen. Sicher ist sicher.


Bilderstrecke: In der Kürze liegt die Würze :-)

Wie schreibe ich ein neues Quest?

Inspirationen: Heimat, Urlaube, Internet... Google Maps | Views
Inspiration Google Maps Views




Inspirationen: Street View in mehr als 50 Ländern auf 7 Kontinenten... Mapcrunch
Inspiration Mapcrunch




Klicke auf Verstecken um bei Mapcaching ein Quest zu schreiben. Wenn du lieber direkt in Google Maps arbeiten möchtest, so wähle unten links "Region in Google Maps anzeigen".
Verstecken anklicken




Bei Mapcaching sind die Koordinaten stets zu sehen. Bei Google Maps braucht man hingegen einen kleinen Trick:
Erst rechts klicken und dann "Was ist hier? auswählen.
Koordinaten in Google Maps finden: Erst rechts klicken Koordinaten in Google Maps finden: Zweitens auf "Was ist hier?"




Doch man wird immer an der nächsten Adresse positioniert (Roter Marker statt grüner Pfeil).
Um an exakte Koordinaten zu springen, tippt man vor den Koordinaten "loc:" ein. Zum Beispiel "loc: 52.477592,13.438575".
loc: Trick für genaue Koordinaten in Google Maps




Ein praktischer Tipp ist es, erst alles in Word oder einer anderen Textverarbeitung zu schreiben. Speichern dabei nicht vergessen! Im zweiten Schritt kann man dann alles zu Mapcaching unter Verstecken kopieren.
Tipp: Erst in Textverarbeitung schreiben.




Ein Badge (Urkunde / Trophäe) für das Quest kann mit jedem Grafikprogramm angefertigt werden. Mit dem kostenlosen Programm Fotowall geht das recht schnell. Freies Bildmaterial gibt es bspw. bei http://commons.wikimedia.org/ oder http://www.flickr.com/search/advanced/ (Haken bei Creative Commons setzen).
Praktisches kostenloses Programm: Fotowall.




In Fotowall ist der Bildexport unter der Schaltfläche "Druck" und dann "Bild" zu finden.
Bei Fotowall ein Bild speichern.




Viel Freude beim Erstellen Deines nächsten Quests. Die Fans warten schon :-)
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